15. ZMV 2009

 

 

 

Zwei gelungene Jubiläen prägen das vergangene Narrenjahr (24. April 2009):

15. Zunftmeisterversammlung bestätigt Präsidium / Termine für 2010 vergeben

ESCHBRONN-LOCHERHOF (Lothar Herzog) - Die Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald ist ohne die Urgesteine Hape Marte (Sulgen) und Aldo Zandonella (Mariazell) wohl nicht vorstellbar. Seit Gründung der Vereinigung im Mai 1994 fungieren sie ununterbrochen als Oberzunftmeister und Säckelmeister und wurden jüngst bei der 15. Zunftmeisterversammlung im Sportheim Locherhof einstimmig für zwei Jahre im Amt bestätigt, ebenso die beiden Säckelprüfer Sven Neuschwender (Locherhof) und Walter Schwab (Aichhalden). Für Marte war das vergangene Geschäftsjahr der Narrenvereinigung schon etwas außergewöhnlich, da die Narrengesellschaft “Hooriger Hund” Sulzbach und die “Heuliecher” aus Mariazell kurz hintereinander jeweils ihr 50-jähriges Bestehen feierten.

Da sei alles geboten worden, was das närrische Herz begehrt, lobte der Oberzunftmeister, konnte sich andererseits zwei kritische Bemerkungen aber nicht verkneifen. “Das Sulzbacher Fest hat in Lauterbach stattgefunden und in Mariazell im Festzelt haben wir beim Brauchtumsabend gefroren”, frotzelte Marte in gewohnt launiger Manier.

Beim Rückblick über die vergangene Fasnet der acht Mitgliedszünfte erwähnte Frank Rapp aus Locherhof ergänzend, dass auch die “Hecke-Pfiefer” mit ihren 22 Jahren ein kleines Jubiläum gefeiert haben. Hinsichtlich der Reisekosten für auswärtige Termine gab es zum Teil große Unterschiede bei den Busunternehmen. Hape Marte stieß eine saftige Rechnung der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) für den Sulgener Zunftball sauer auf. Für das vereinseigene Männerballett sei eine Nachzahlung für die letzten vier Jahre fällig gewesen und ab sofort müsse auch für Proben und Training zusätzlich eine Jahrespauschale in Höhe von 200 Euro bezahlt werden, klärte der Narrenchef mit einem Seitenwink auf Tanzformationen anderer Vereine auf. Damit jedoch nicht genug. Eine weitere Gema-Rechnung in Höhe von 1600 Euro flatterte der Narrenzunft Sulgen für das Schnurren am “Schmotzigen” in den Briefkasten. Zum Glück habe man sich mit der Gema auf einen Kulanzbetrag einigen können, so Marte erleichtert.

Der Kinder-Narrensprung 2010 findet am 16. Januar bei der Teufelzunft in Schiltach statt, die ihren 60. Geburtstag feiern wird. Ein Jahr später wäre die Narrenzunft Aichhalden bereit, den Narrensamensprung auszurichten. Da können die Sauhirten und Hexen vom Eschachursprung auf ihr 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Interesse für die Kinderveranstaltung hat auch die Baronengilde aus Lackendorf signalisiert.

 

 

 

 

 

 

 

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