25 Jahre Baronengilde Lackendorf

 

 

 

25-jähriges Jubiläum der Lackendorfer Baronen-Gilde (Freizeitspiegel 01/05/219):

Dunningen-Lackendorf (ll) - Vom 14. bis 16.01. feiert die Lackendorfer Baronengilde in einem großen Festakt auf dem Festplatz im Lackendorfer Weidleweg ihr 25-jähriges Bestehen. Zu dieser Veranstaltung werden rund 2000 Narren und reichlich Zuschauer erwartet. Im beheizten Festzelt erwartet die Besucher ein großes Programm. Am Freitag, den 14. Januar findet hier ein großer Brauchtumsabend statt. Ab 18.30 Uhr stellt sich ein Fackelumzug in der Eschbronner Straße auf, am Latschariplatz wärmt ein Schwedenfeuer. Ab 19 Uhr startet der Fackelumzug zum Festzelt, und der Samstag wartet ab 19.00 Uhr wieder mit einem Brauchtumsabend mit Mitgliedszünften der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald und verschiedenen eingeladenen Gastzünften auf.

Sonntags zur 9 Uhr Narrenmesse in der Kirche St. Johannes hält der Narrenvater die Predikt mit Umrahmung durch den MV Lackendorf und dann geht’s ab zum Zunftmeisterempfang für geladene Gäste in’s Schulhaus. Ab 13 Uhr stellt man sich zum Jubiläumsumzug auf der Waldstraße und Hochwaldstraße auf. Um 13.30 Uhr ist der Start mit Umzug zum Festzelt mit anschließendem großen Narrentreiben. 9  Besenwirtschaften sorgen für das leibliche Wohl und sind durch besondere Kennzeichnung leicht zu finden.

Auch dabei ist natürlich Rudolf Klomfar, würdevoll gekleidet in einem Frack, mit seinem Leierkasten, der mittlerweile schon legendär ist. Er als Gründungsvater war derjenige, der zur Gründungsversammlung am 11.11.1980 die Anwesenden mit Brezeln versorgte. Dies war gar nicht so einfach, denn es stellte sich so dar (Originalton Rudolf Klomfar):

“50 Brezeln waren für die Anwesenden bestimmt. Zu den Brezeln: In Rottweil ging ich am besagten Nachmittag 11.11.1980 zu einem Bäcker, wobei ich nicht daran dachte, daß um 14.00 Uhr ein Bäcker Feierabend haben könnte. Die Bäckersfrau sagte mir: Mein Mann hat die Backstube aufgeräumt, gehe selbst runter und frag ihn! Ich erklärte dem Bäckermeister, daß ich heute abend eien Fasnet gründen möchte und jeder sollte eine Brezel bekommen. Der Bäcker ließ sich erweichen und fragte nach der Stückzahl = 50 Stück. In ca. 1 1/2 Stunden kannst Du sie holen. (Glück gehabt!). Erst Jahre später erfuhr ich, dass dieser Bäcker ein großer Idealist der Rottweiler Fasnet war (Bäckerei Mager, verstorben), denn sonst hätte ich Pech gehabt.”

In der Generalversammlung wurde der Baronenrat gewählt. Rudolf Klomfar war Narrenvater, Siegfried Öhler ist Baron (2. Vorstand), die Gildenkassiererin hieß Helga Reisert und die Gildeschreiberin Annerose Klomfar. Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Vorstellung des Baronen-Kleidle.

Die aus Holz geschnitzte Larve, am Häuble die gemalten Motive der drei Maierhöfe. Das ehemalige Schlößle ziert die Vorderseite der Jacke und das Wappen des Ortes befindet sich auf dem Rücken. Es sind fünf Lindenblätter mit Wurzeln, und auf den Ärmeln befindet sich je ein Lindenbaum. Die Hose ist mit den Motiven eines Barons, einer Baronin und eines Knechts in ihrer damaligen Tracht sowiedes letzten Ortsbüttels besetzt. Den Narren zieren neben weißen Handschuhen und schwarzen Schuhen ein Gürtel mit zehn Glocken.

Derzeit besteht die Baronen-Gilde aus 292 Mitgliedern, darunter 133 Aktive. Auch in der bereits angelaufenen Fasnetsaison wird es wieder regelmäßige Termine geben, wie das Abstauben am Dreikönigstag, den Kinderumzug am Schmotzigen, einen Altennachmittag, den Baronenball, die Narrenmesse und den Umzug. Am Aschermittwoch ist dann mit dem Schneckenessen alles vorbei.

 

 

 

Vier Narrenfiguren prägen die Fasnet in Lackendorf (Schwarzwälder Bote, 15.01.2005/11):

Die Baronengilde feiert ihr 25-jähriges Bestehen / Frackträger ist der wohl älteste Fasnettyp

Dunningen-Lackendorf - Die Lackendorfer Baronengilde feiert ihr Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen. “Die Lackendorfer Baronengilde”, die 1980 von 54 Personen gegründet wurde, führt ihren Namen auf das Geschlecht der Ifflinger von Granegg zurück, die seit etwa 1500 die Herrschaft über Lackendorf innehatten.

Die ritterbürtigen Ifflinger, die in Lackendorf ein beeindruckendes Schlössle besaßen, wurden von den Einheimischen als “Barone” bezeichnet.

Nach Meinung der Lackendorfer traten die adeligen Herren einst in Gehrock und Zylinder auf, und so wurde der “Frackträger” der erste Lackendorfer Narrentyp.

Er ist unmaskiert, trägt zum steifen Kragen Zylinder und Gehrock, die mit roten Bändern verziert sind. In den weißbehandschuhten Händen hält er den “Schellenstecken”, einen Stab, der oben die Form des Ortswappens zeigt und mit Narrenglocken bestückt ist.

Dazu gibt es auch ein eigenes Baronenlied. Gelegentlich führen die Barone auch eine Drehorgel mit.

Der “Weißnarr” ist der zweite Lackendorfer Narrentyp. Zur freundlich lachenden Larve, in deren Gestaltung sich Glattlarve und Schantle ein Stelldichein geben, trägt er an einem hellen, bändergeschmückten Kränzle eine Haube, deren Bemalung die drei einstigen Lackendorfer Meierhöfe zeigt. Der am Hinterkopf hängende Fuchsschwanz will auf die Schlauheit der Narren hinweisen. Mit dem ehemaligen Lackendorfer Schloß ist der Narrenkittel auf seiner Vorderseite bemalt. Die Rückseite ist mit dem Wappenbild der Ortschaft, einem stilisierten Lindenbaum, bestückt. Auf beiden Ärmeln befindet sich ein Lindenbaum als Wahrzeichen Lackendorfs.

Zur Lackendorfer Fasnet gehört auch der “Schlossnarr”, dessen in den Farben des Ortswappens gelb-rot gehaltenes, hälftig geteiltes Hofnarrenkostüm durch kleine Glöckchen, einen Hohlspiegel und Schnabelschuhe ergänzt wird. Er trägt eine schlichte, freundliche Larve. Der “Härle-Geist” ist das jüngste und beliebteste Narrenkleid in Lackendorf. Er ist einem “Wilden Mann” nachempfunden, der einst im Gewann “Härle” sein Unwesen getrieben haben soll. Eine grobe, dunkel gefasste Larve mit zwei Hauern im Oberkiefer wird an einer Fellhaube getragen.

Sein Kleid ist aus rauhem Rupfenstoff, und das Oberteil zeigt vorne ein Haus aus dem “Härle” und hinten das Lackendorfer Wappen. Die Ärmel sind wiederum mit einem Lindenbaum bemalt. Gräser und Blumen finden sich auf den Hosenbeinen.

 

 

 

 

Gardeballett sorgt für zufriedene Festbesucher (Schwarzwälder Bote, 19.01.2005/14):

Augenschmaus bei Brauchtumsabenden der Baronengilde / Stimmung mit Guggenmusiken

Dunningen-Lackendorf (Fritz Rudolf) - Neben den beiden Umzügen bestimmten zwei Brauchtumsabende das dreitägige Narrentreffen in Lackendorf, mit dem die Baronengilde ihr 25-jähriges Bestehen feierte.

Am ersten Brauchtumsabend nahmen 14 Gastzünfte teil. “Oberbaron” Alwin Staiger begrüßte die närrischen Gäste, die auch gerne und bereitwillig zur passenden Zunftmusik auf die Bühne marschierten und ihre Gastgeschenke übergaben. Besonders zufriedene Gesichter unter den Zuschauern sah man dabei stets, wenn bei den Narrenzünften auch ein Gardeballett seinen Auftritt hatte.

Der Reigen der Festlichkeiten wurde am Samstag mit einem weiteren Brauchtumsabend fortgesetzt. Wiederum hatten sich zahlreiche Gastzünfte aus der “Freien Narrenvereinigung MIttlerer Schwarzwald” in Lackendorf eingefunden. Besonders bei den beiden Auftritten der Guggenmusik “Die Taktlosen” aus Sunthausen und der “Flecke Bätscher” aus Böhringen drohte die Stimmung im Festzelt zu überhitzen.

Jede Band heizte den Besuchern mit einem halbstündigen Konzert dermaßen ein, dass sogar im Nachbarort Dunningen die närrischen Lieder mitgesungen werden konnten.

Die Darbietungen der einzelnen Zünfte boten einen breiten Querschnitt durch die Fasnetlandschaft im Kreis Rottweil und der benachbarten Kreise Tuttlingen und Villingen-Schwenningen.

Oberbaron Alwin Staiger kam des öfteren kräftig ins Schwitzen, hatte doch er die Hauptlast während der Brauchtumsabende von Seiten der Baronengilde zu tragen.

Im Anschluss an die Vorstellung der einzelnen Zünfte sorgte die Band “Calypso” mit heißen Rhythmen für musikalische Unterhaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zurück

 

 

 

 

BuiltWithNOF
[Startseite] [Chronik] [Aktuelles] [Pressestimmen ...] [2003] [2004] [2005] [2006] [2007] [2008] [2009] [2010] [Präsidium] [Mitgliedsvereine] [Bilder] [Termine] [Interner Bereich] [Kontakt] [Impressum]