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1800 Kleidlesträger ziehen durchs Dorf (WOM Nr. 5/28.01.2009):
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50 Jahre Narrengesellschaft “Hooriger Hund” in Sulzbach / Zur Mega-Party ist die eigene Hütte zu klein geraten
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LAUTERBACH-SULZBACH (Georg Borho) - Urige, bodenständige Fasnet und das Bewachen einzelner Anwesen durch Furcht einflößende Hunde haben im Sulzbachtal eine lange Tradition.
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Nach einem begeisterten Umzug 1959 in Lauterbach leckten Sulzbacher Narren Blut und vereinigten sich zur Narrengesellschaft “Hooriger Hund”. Als deren geistiger Vater übernahm Wilhelm Haas das Zepter des Präsidenten. Unter seiner Regimentschaft wurde die Saalfasnet fortan in die ehemalige Omnibushalle bei der “Wilhelmshöhe” verlagert, die in Anlehnung an die Initiatoren Max Roming und Christoph Löffler in “Max-Christoph-Halle” umfunktioniert wurde. Löffler war es auch,der in den Anfangsjahren aus keramikähnlichem Werkstoff in Handarbeit die ersten Fasnetsmäskle herstellte. Nach einem Text von Wilhelm Haas komponierte Bräuer den Sulzbacher Narrenmarsch.
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Im Jahr 1975 übergab Haas das Zepter an Egon Moosmann, den nach zwei Jahren Erich Wenninger beerbte. Unter seiner Führung wurde, als Ersatz für die Halle, ein eigenes Zelt angeschafft und die “Hoorigen Hunde” erhielten zum 20. Geburtstag 1979 ein eigenes Kleidle mit dem Gesicht eines Chow-Chow, der als robust und selbstbewußt eingestuft wurde. Inzwischen kamen Yorkshire-Terrier, Labrador und Berner Sennenhund hinzu und zum 50. Geburtstag wird noch ein Bernhardiner seine typischen Schnäpschen verteilen.
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Die in diffiziler Handarbeit hergestellten Miniaturhundle, deren Rasse sich jedes Jahr ändert, sind in Sammlerkreisen sehr begehrt.
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Das eigene, behagliche Zelt bei der “Wilhelmshöhe”, das jedes Jahr mühsam aufgestellt wird, entwickelt sich über die Fasnet zur zweiten Heimat. Bei einem Zunftball, einem Bürgerball, einem Unterhaltungsnachmittag und einer Kindergartenfasnet ziehen die Sulzbacher Narren stets sämtliche Register und ihre genialen Programmbeiträge sind ein Garant uriger, bodenständiger Fasnet.
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Über den Umzug heißt es in der originellen Festschrift zum 50. Geburtstag wörtlich: “Alle zwei Jahre begibt sich der ‘halbe Sulzbä’ an der Fasnet auf die Straße - und die andere Hälfte schaut zu”.
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Nachdem Erich Wenninger 1985 seine Präsidentschaft abtrat, sprang Egon Moosmann erneut für zehn Jahre in die Bresche und seit 1995 schwingt Erich Fehrenbacher als vierter Präsident auch schon 14 Jahre lang das Zepter.
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Das Jubiläumsnarrentreffen, zu dem zirka 1800 Kleidlesträger erwartet werden, verspricht den Ortskern der Schwarzwaldgemeinde Lauterbach in ein Narrendorf zu verwandeln.
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Die Organisation wird primär vom Präsidenten Erich Fehrenbacher, Gildemeister Gerold Fehrenbacher und einem 15-köpfigen Festausschuss geschultert.
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Bild: Die Chow-Chow-Gruppe der Sulzbacher “Hoorigen Hunde” (Quelle: www.hooriger-hund.de)
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Prunkvolle Umzüge krönen Jubiläum (Schwarzwälder Bote, 02.02.2009/26):
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“Hoorige Hunde” werden 50 / Zahlreiche Schaulustige trotzen der Kälte und bewundern zirka 1800 Kleidlesträger
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Närrische Gäste aus nah und fern gaben sich zum 50. Geburtstag der Sulzbacher “Hoorigen Hunde” in Lauterbach ein Stelldichein (Foto: Georg Borho)
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LAUTERBACH (Georg Borho) - Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Narrengesellschaft “Hooriger Hund” Sulzbach, anläßlich ihres 50-jährigen Bestehens, wurden mit dem 9. Kinder-Narrensprung der “Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald” und mit einem großen Jubiläums-Narrentreffen gekrönt.
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Kleidlesträger aus 17 Zünften und eine stattliche Zahl närrischer Musikvereine und Gruppen vereinigten sich zu prunkvollen Umzügen.
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Am Samstag formierte sich zunächst im Hölzle der Kinder-Narrensprung der “Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald”, der bereits zum neunten Mal auf sich aufmerksam machte. Angeführt von der Jugendkapelle des Musikvereins “Harmonie” Sulzbach und einer schier unüberschaubaren Schar junger “Hooriger Hunde” setzte sich der Zug “da Felsa na”, auf der Hauptstraße, Friedhofstraße und Pfarrer-Sieger-Straße zum Gemeindehaus und Schulhof in Bewegung.
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Der Geschwister-Heine-Kindergarten Lauterbach sowie die Grundschule komplettierten den Zug aus Abordnungen der Narrenzunft Lauterbach, Narrenzunft Sulgen, Baronengilde Lackendorf, Narrenzunft Schiltach, Narrenzunft Aichhalden, Katzenzunft Hardt, Heuliecherzunft Mariazell, Narrengilde “Pfrieme-Stumpe” Tennenbronn und der Narrengilde “Hecke-Pfiefer” Locherhof. Zahlreiche Schaulustige entlang den Straßen harrtenin klirrender Kälte aus, um dem beeindruckenden und farbenprächtigen Spektakel beiwohnen zu können. Präsident Erich Fehrenbacher lud im Gemeindehaus, das wie auch die Pausenhalle der Schule aus allen Nähten zu platzen drohte, zu einem bunten Kinderball ein und übergab das Mikrofon den beiden jugendlichen Moderatorinnen Jessica Moosmann und Aline Stark.
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Am gestrigen Sonntag zelebrierte Stadtpfarrer Rüdiger Kocholl in der Sulzbacher Kirche zunächst ein glanzvolle Narrenmesse, für die er lang anhaltenden Applaus erntete. Er betonte, tanzende Narren seien ein Zeichen der Freude. Zu seiner pointenreichen in Versform vorgetragenen Predikt schunkelten die närrischen Kirchenbesucher zum Refrain “So ein Tag, so wunderschön wie heute”. Nach einem Zunftmeisterempfang formierte sich am Sommerberg der Jubiläumsumzug mit zirka 1800 Kleidlesträger und schlängelte sich durchs Hölzle “da Felsa na”, auf der Hauptstraße, Friedhofstraße und Pfarrer-Sieger-Straße bis zum Gemeindehaus, wo er außer vom Präsidenten Erich Fehrenbacher, auch vom Bürgermeister Norbert Swoboda und vom kommissarischen Landespräsidenten der Föderation Europäischer Narren (FEN), Berthold Schneider, empfangen wurde. Eine unüberschaubare Menschenmenge säumte die Straßen, um einen der prunkvollsten Umzüge der Schwarzwaldgemeinde miterleben zu können. Unter anderem hatte die “Freie Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald”, der der Jubiläumsverein angehört, alles aufgeboten, was Rang und Namen hat. Wie ihr Oberzunftmeister, Hans-Peter Marte aus Sulgen, gegenüber unserer Zeitung betonte, zeichne sich die Vereinigung bei derartigen Jubiläumstreffen besonders aus.
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Befreundete Zünfte und Gruppen komplettierten den Umzug. Nachdem das Gemeindehaus bereits am Samstag aus allen Nähten zu platzen drohte, war es am Sonntag erneut einer Bewährungsprobe ausgesetzt. Die Pausenhalle der Schule und die TSV-Turnhalle konnten einen weiteren Teil der Besucher aufnehmen und andere suchten die behagliche Wärme in den zu einem Narrendorf aufgestellten Hütten, Zelten und Ständen.
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Bild oben: Gardemädchen der Narrenzunft Sulgen beim Kinder-Narrensprung
Bild rechts: Großer Auftritt auch für den Geschwister-Heine-Kindergarten
Fotos: Georg Borho
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