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„Pfrieme-Stumpe“ sind 40 Jahre alt (Schwarzwälder Bote, 20.01.2012)
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Jubiläum wird vom 3.-5. Februar groß gefeiert
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SCHRAMBERG-TENNENBRONN - Die Tennenbronner Narrengilde "Pfrieme-Stumpe" wurde 1972 gegründet und feiert nunmehr ihr 40. Jubiläum. Dies, so die Gilde mit ihrer Vorsitzenden Helga Wölk, ist Anlass genug, in der Zeit vom Freitag, 3., bis Sonntag, 5. Februar ausgiebig zu feiern.
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Beginnen wird das Jubiläumswochenende am Freitag in der Sport- und Festhalle mit einem Bürgerball, der unter dem Motto "Zurück zu den Wurzeln" steht. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
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Örtliche Vereine, so der Kraftsportverein, der Männergesangverein mit Frauenchor, die Zinkenvereinigung Eichbach, der Fussballverein, der Musikverein "Frohsinn", wirken mit und versprechen gemeinsam mit den "Pfrieme-Stumpe" ein buntes und gleichermaßen abwechslungsreiches Programm. Diese Vereine hatten in den Anfangsjahren der "Pfrieme-Stumpe" ihre eigenen Fasnets-Veranstaltungen und haben die damalige Dorffasnet mit bereichert. Viele bekannte Gesichter aus Tennenbronn werden diesen Bürgerball mitgestalten, Witz und Humor versprechen.
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Die über die Ortsgrenzen hinaus weit bekannte Tanzkapelle "Rouletts" aus Tennenbronn hat die damaligen Hallenveranstaltungen musikalisch mitgestaltet und wurde von vielen Besuchern gefeiert. Auch am diesjährigen Bürgerball darf diese Tanzkapelle natürlich nicht fehlen. Sie wird anlässlich des Jubiläums der "Pfrieme-Stumpe" mit alt bekannten Liedern für Jung und Alt ihr Comeback feiern. Wie vor 40 Jahren wird die Bar erst nach dem Programm eröffnet.
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Weiter geht es am Samstag, 4. Februar, um 19 Uhr, wenn auf dem Dorfplatz der Narrenbaum gesetzt wird. Um 20 Uhr schließt sich ein Brauchtumsabend in der Festhalle an. Showtänze, Brauchtumsvorführungen und Tanz stehen dabei im Mittelpunkt.
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Ein weiterer Höhepunkt des Pfrieme-Stumpe-Jubiläums ist für Sonntag, 5. Februar, vorgesehen. Für 11 Uhr ist der Zunftmeisterempfang terminiert. Es folgt ein großer Jubiläumsumzug, der ab 13 Uhr im Bereich "Gersbach" aufgestellt wird. Umzugsbeginn ist um 13.30 Uhr. Anbei die vorläufige Umzugsreihenfolge: Narrengilde Pfrieme-Stumpe, Musikverein "Frohsinn" Tennenbronn, Sälle 15 Hardt, Katzenzunft Hardt, Stadtmusik Schramberg, Narrenzunft Schramberg, Musikverein "Eintracht" Lauterbach, Narrenzunft Lauterbach, Narrenzunft St. Georgen, Guggemusik Alcaputti, Narrenzunft Erzknappen, Wurzelhexen, Ichbe-Hexe, Musikverein Stetten o.R., Lackendorfer Baronen-Gilde, Hecke-Pfiefer Locherhof, Musikverein Sulgen, Narrenzunft Sulgen, Narrenzunft Schiltach, Heuliecherzunft Mariazell, Musikverein "Harmonie" Sulzbach, Narrenverein "Hooriger Hund" Sulzbach, Gayser-Musikanten, Gayser-Gilde Obereschach, Musikverein "Harmonie" Tennenbronn, Narrenzunft "De Hirtebue" Schönwald, Wälderhexen Schönwald, Weihermänner Schönwald, Narrenzunft Neuhausen, Herderer Hexen, Narrenzunft Fischbach sowie der Mexikaner-Wagen Villingendorf. Mit Musik und Programm in der Festhalle klingt dann dieser Tag aus.
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Anbei noch etwas zu Geschichte der Jubiläums-Gilde. Die Tennenbronner "Pfrieme-Stumpe" wurden 1972 gegründet. Als Narrenfigur wählten die Gründungsmitglieder einen alten Schwarzwaldbauern aus, der von schwerer Arbeit gezeichnet ist.
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Im Jahr 1986 bekam die Gilde Verstärkung. Zum "Pfrieme-Stumpe" kam der "Kappelgeist" hinzu. Bei dieser Maske handelt es sich um einen Räuber, der in den Wäldern um Tennenbronn herum sein Unwesen trieb.
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Der neueste Narrentyp ist das "Linde-Wieble". Diese Narrenfigur bereichert den Verein seit dem Jahr 2000. Das Linde-Wieble stellt eine alte merkwürdig daherkommende Figur dar. Sie lebte in Abgeschiedenheit und braute allerlei merkwürdiges Gebräu. Böse Zungen behaupten sogar, sie hätte mit dem Teufel Karten gespielt.
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"Wir pflegen nicht nur das fasnetlichen Brauchtum, sondern wir haben auch zwei stattliche Showtanzgruppe, die Crazy-Dancers und die Teenie-Dancers", erzählt Wölk. Sie verstünden es glänzend, die Hallen, Festzelte, und alle Bühnen tänzerisch zum Kochen zu bringen.
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Kindernarrensprung zieht Massen an (Schwarzwälder Bote, 15.01.2012):
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DUNNINGEN-LACKENDORF (Josef Reichert) - Der Baronengilde Lackendorf mit ihrem Narrenchef Alwin Staiger ist es durch einen unermüdlichen Einsatz hervorragend gelungen, einen Fackelumzug und Kindernarrensprung mit großem Erfolg auf die Beine zu stellen.
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Zwölf befreundete Gastzünfte aus der Region nahmen am Freitag beim Fackelumzug teil, den die SteLa-Musikkapelle anführte. Vor allem Hexen und Geister waren es, die versuchten, Schuhbändel zu öffnen, Konfetti in die Haarpracht zu streuen, oder hübsche Mädchen zu erschrecken. Anschließend war in der Eschachtalhalle Party pur angesagt, wobei nicht nur die Hochstaiger Hexen aus Lauterbach, die Monday Dancers aus Hausen eine super Show präsentierten. Auch die Jugendkapelle aus Schiltach sorgte bei ihrem Auftritt für Stimmung. Premiere hatten die "Eschachkobolde" aus Obereschach mit ihrer Kleidlesvorstellung.
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Begünstigt durch das herrliche Wetter zog es am Samstag über tausend Zuschauer ins Baronenland, um den farbenprächtigen Kindernarrensprung in Augenschein zu nehmen. Elf Narrenzünfte beteiligten sich am Umzug der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald, wobei die vielen Kindergruppen von ihren Aktiven im Häs begleitet wurden.
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Dabei war interessant zu beobachten, wie die Kinder sich bemühten, nach den Klängen des eigenen Narrenmarsches in Gang zu setzen. Das närrische Treiben vom Stockäckerweg bis zur Eschachtalhalle wurde mit viel Beifall bedacht.
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Nach dem Umzug war bei Auftritten der Zünfte, Musikkapellen und einigen Tanzeinlagen die Halle restlos besetzt, und forderte somit von Küche und Bedienung einen unermüdlichen Einsatz.
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Großes Fest des Narrensamens (Schwarzwälder Bote, 01. Februar 2011/25):
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oben: Eine große Schar Nachwuchs-Hecke-Pfiefer lief beim Kindernarrensprung mit.
rechts: keine Angst vor gruseligen Hexen zeigten die Kinder am Straßenrand. Was hat dieser Heuliecher Feines für die junge Dame?
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(Bilder: Lothar Herzog)
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Prachtvoller Kindernarrensprung und ausgelassene Stimmung in den Hallen
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AICHHALDEN (Lothar Herzog) - Früh übt sich, wer einmal ein großer Narr werden will. Und viele von ihnen haben es von ihren Eltern wohl schon in die Wiege gelegt bekommen.
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Ganz im Zeichen des Narrensamens stand der Samstagnachmittag beim Kindernarrensprung der Freien Narrenvereinigungen Waldgau und Mittlerer Schwarzwald zum 75-jährigen Bestehen der Narrenzunft Aichhalden. Zahlreiche kleine und große Besucher säumten die Umzugsstrecke entlang der Hauptstraße bis zum Rathaus. Mehrere Jugendmusikkapellen, Fanfanrenzüge und Guggen gaben den kleinen Narren den Takt vor und wer laut die vorgesagten Narrenrufe der Maskierten erwiderte, wurde mit einer Brezel oder etwas Süßem belohnt.
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Außer den Zünften der beiden Narrenvereinigungen grüßten die heimischen Mühle-Hexen und die Erzknabberteufel, die Burgstallhexen Heiligenbronn und die Holzäpfel aus Dunningen.
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Richtig ab ging die Kinder- und Jugendparty anschließend in der Festplatzanlage und der Josef-Merz-Halle, deren Platzkapazitäten kaum ausreichten.
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Auf der Bühne bewiesen die Mini- und Teeniegarden, dass sie nicht nur auf der Straße hüpfen und springen, sondern auch tanzen und turnen können. So zeigte die Jugend-Hexensportgruppe der Jubelzunft Aichhalden Flugrollen, Salti und Überschläge der Extraklasse.
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Für musikalische Stimmung sorgten unter anderem die “Youngstars” der Stadt- und Feuerwehrkapelle Schiltach, die Jugendkapelle “Stella Musika” aus Lackendorf sowie der Fanfarenzug aus Alpirsbach.
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Mit einem selbst kreierten Gedicht gratulierte die Beffendorfer Teenie-Garde dem Gastgeber zum Jubiläum. Dabei konnte sich die charmante Sprecherin einen kleinen Seitenhieb über den tags zuvor statt gefundenen Fackelumzug nicht verkneifen.
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Weil am Freitag auf der gesamten Umzugsstrecke keine einzige brennende Fackel zu sehen war, hatten sie welche mitgebracht, “dass die Narrenzunft weiß, wie die aussehen”, schmunzelte die junge Dame bei der Übergabe an Zunftpräsident Bernhard Blaffert. Der Aichhalder Narrenchef war allerdings um eine Ausrede nicht verlegen und konterte. “Wir hatten Fackeln. Aber die Jungs hatten sie schon eine halbe Stunde vor Umzugsbeginn angezündet, weil es so sau kalt war.”
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Jubiläumsdorf im Ausnahmezustand (Schwarzwälder Bote, 31.01.2011/24):
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Tausende Fasnetsakteure und Fans feiern mit einem großen Umzug das 75-jährige Bestehen der Aichhaldener Zunft
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Bild: Lothar Herzog
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AICHHALDEN (Lothar Herzog) - “Saublitz - Hall”: Ein Dorf steht Kopf und ist drei Tage komplett aus dem Häuschen.
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Die Narrenzunft Aichhalden war am gestrigen Sonntag zum Geburtstag ein würdiger Gastgeber schwäbisch-alemannischen Fasnetstreibens und nun auch noch für einige sonnige Stunden der Nabel der Narrenwelt. Mit einem knapp dreistündigen und farbenprächtigen Jubiläumsumzug durch das mit Narrenwäsche bunt geschmückte Dorf setzte die Hexenzunft von “Saublitz-Hall” einen krönenden Schlußakkord ihrer Festlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen.
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Beim dritten Umzug innerhalb nur drei Tagen säumten nochmals unzählige Besucher bei abermals frostigen Temperaturen, jedoch herrlichem Sonnenschein, die Umzugsstrecke. Hexen, Teufel, Geister und sonstige gruselige Gesellen trieben wie gewohnt ihre Späßchen und ihren Schabernack mit ihrem kleinen und großen Publikum, das gerne in den Rhythmen der verschiedensten Musikformationen schwelgte und kräftig mitsang.
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Freigiebig zeigten sich vor allem Hansel, Schantle und weitere seltene Narrenfiguren wie zum Beispiel die freundlichen Kirchenmäuse aus Bisingen oder die niedlichen Schnecken aus Bettenhausen. Umzugsssprecher und Zunftmeister Bernhard Blaffert begrüßte von der Festbühne aus nicht nur die 37 vorbeiziehenden Zünfte mit rund 4500 Hästrägern mit deren, zum Teil urigen und für viele Einheimische unbekannten Narrenrufen, sondern auch zahlreiche politische Prominenz aus dem Kreis-, Land- und Bundestag.
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Mit wenigen Ausnahmen schlängelte sich der närrische Lindwurm zügig durch die Straßen. Und wenn sich eine Lücke auftat, forderte Blaffert, der immer wieder sein Staunen über das fantastisch anzusehende farbenfrohe Spektakel ausdrückte, die Umzugsteilnehmer zu einer schnelleren Gangart auf.
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Anschließend herrschte noch einmal munteres Treiben in den nochmals prall gefüllten Lokalitäten im Narrendorf von “Saublitzhalden”.
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Weitere Bilder: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schramberg-jubilaeumsdorf-im-ausnahmezustand.18bb3bef-0119-4dd3-a75c-847e00554f11.html
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Saublitz unter Hochspannung (Schwarzwälder Bote, 31.01.2011/24):
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Im Fasnetsfieber: Aichhaldens Feststätten platzen beim Narrenjubiläum aus allen Nähten
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AICHHALDEN (lh) - Am Samstag herrschte in “Saublitzhalden” der ultimative närrische Ausnahmezustand. Beim großen Jubiläums- und Brauchtumsabend platzten die Josef-Merz-Halle und die Festplatzanlage schier aus den Nähten.
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Die Oberzunftmeister der Freien Narrenvereinigungen Waldgau und Mittlerer Schwarzwald, Franz Kern (Beffendorf) und Hape Marte (Sulgen) gratulierten Aichhaldens Zunftpräsident Bernhard Blaffert zum bislang tollen Jubiläum und freuten sich über eine unerwartet große Resonanz für Brauchtum und Tradition. Im Hinblick der beiden schwergewichtigen Oberzunftmeister frotzelte der Hausherr: “Der Bühnenaufgang wurde extra für euch zwei etwas verbreitert”.
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Dass Kern trotz seiner überschüssigen Pfunde zu sportlichen Höchstleistungen in der Lage ist, bewies das Beffendorfer Unikum mit einem kräftigen Sprung auf das Trampolin und einer waghalsigen, aber gelungenen Flugrolle.
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Vier Stunden lang ging es in den beiden Lokalitäten, in denen die Wände aufgrund der bis zum Anschlag aufgedrehten Musik zu bersten drohten, Schlag auf Schlag. Auf der Bühne gaben sich weit über 2000 Hästräger von Guggenmusiken, Geister-, Teufel- und Hexenzünften, Balletts und Showtanzgruppen die Klinke in die Hand.
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Bild: Lothar Herzog
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Vor allem Hexengruppen begeisterten mit atemberaubenden Pyramiden und präsentierten Akrobatik und Sport in Vollendung. Als um Mitternacht die Stewardessen-Tanzformation der Erzknappen aus Tennenbronn mit ihrem Showtanz einen krönenden Schlußpunkt des abwechslungsreichen Bühnenprogramms setzten, kreischte das launige Publikum immer noch nach Zugabe. Anschließend heizten “DJ Boa” mit Stimmungshits weiter mächtig ein und hielten den Geräuschpegel hoch.
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Doch auch im ganzen Narrendorf war in den Hütten und Buden sprichwörtlich der Bär los. Rund um die Festplatzanlage und Josef-Merz-Halle herrschte ein mächtiger Besucherstrom, ein Kommen und Gehen wie bei einem Dorffest bei schönstem Sommerwetter. Die überwiegend jungen Erwachsenen lagen sich bei fröstelnden Temperaturen teilweise leicht bekleidet in den Armen und trällerten entweder die aus der Entfernung gut hörbaren Fasnetslieder oder testeten mit mittlerweile heißeren Kehlen die Narrenrufe bekannter Zünfte aus der Umgebung.
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Mit dem Narrenvater fing alles an (Schwarzwälder Bote, 12.01.2011/8):
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Die Narrenzunft Aichhalden besteht 75 Jahre / Aus kleinen Anfängen zum mitgliederstärksten Verein
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AICHHALDEN (Peter Schönfelder) - Am Wochenende Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Januar, feiert die Narrenzunft Aichhalden mit tausenden von närrischen Gästen das 75-jährige Bestehen. Ein guter Grund, einen Blick in die wechselvolle Historie des inzwischen mitgliederstärksten Vereins der Gemeine Aichhalden zu werfen.
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Die Anfänge der Zunft Ende der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts sind eng mit Elsa und Eugen Gutekunst verbunden. Er zog mit einer Schar Kinder durchs Dorf und bekam als “Belohnung” gleich den Titel “Narrenvater” verpasst. Nun hatte Aichhalden zwar einen Narrenvater, aber noch keine Narrenzunft. Dies wurde mit der Gründungsversammlung am 20. Januar 1936 im Gasthaus “Hirsch” nachgeholt. Erster Zunftmeister wurde wenig überraschend Eugen Gutekunst.
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Gleich entwickelte sich ein reges närrisches Treiben mit jährlichen Umzügen, Kappenabenden und Fasnetsbegraben. Auch ein Jugendparlament als Erweiterung des Elferrats wurde gegründet. Auch an originellen Ideen fehlte es damals nicht. So gab es zwischen den Gasthäusern “Linde” und “Engel” eine Seilbahn, die den Narren das Pendeln von Lokal zu Lokal erleichterte.
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Indes, der Kriegsausbruch bereitete dem närrischen Treiben ein jähes Ende, so dass sich die Fasnet erst nach Kriegsende langsam wieder erholte.
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Am 8. Februar 1951 schlug die Stunde der Wiedergeburt im “Cafe Waldeck”. Der treibende Motor war damals Markus Zehnder, der in der Gründungsversammlung zum Zunftmeister avancierte. In den folgenden Jahren folgten ihm Martin Broghammer, Franz Langenbacher und Alfons Staiger im Amt. Mit welchem mitreißenden Idealismus Staiger zu Werke ging, ist an der Entstehungsgeschichte des Aichhalder Narrenmarsches zu ersehen, der am 2. Februar 1956 seine Uraufführung erlebte.
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Zur Fasnet 1957 stellte sich das neue junge Parlament vor, dessen Kleidung und Auftreten an die Knappen der Burg Falkenstein erinnerte. Inzwischen wurde mit großer Energie an der Entwicklung eines eigenen Narrenkleids gearbeitet, und es entstand das inzwischen weithin bekannte Aichhalder Hexenkleidle und als Einzelfigut der Hexenmeister, der Blitzteufel.
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Zum 25. Jubiläum der Zunft im Jahr 1961 wurde die ersten privaten Kleidle erstellt. Heute sind mehr als 600 Hexen, rund 50 Sauhirten und eine etwa gleiche Zahl an Hanseln zu zählen.
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Eugen Schneider übernahm 1962 das Zepter des Zunftmeisters. Zum 30-jährigen Bestehen richtete die Zunft ein großes Narrentreffen aus, das schließlich Anstoß zur Gründung des Narrenfreundschaftsrings Schwarzwald-Baar-Heuberg wurde. 1967 übergab Schneider sein Amt an Walter Kopp und aus dem Zunftballett wurde die “Blitzgarde”. 1969 wurde auch noch der Fanfarenzug ins Leben gerufen. Aber es gab auch Rückschläge, denn ein Jahr später löste sich das junge Parlament endgültig auf.
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Das Jahr 1972 war von vielen Veränderungen geprägt. So begann das inzwischen traditionelle Abstauben, der Hexenschlag wurde eingeführt, das Hexengericht und die Fasnetsverbrennung nahmen ihre heutige Form an. Außerdem wurde die Hexengilde unter Hexenmeister Norbert Hug gegründet. Rupert Fischer wurde Nachfolger von Walter Kopp und schließlich erblickte im November der Sauhirt das Licht der Welt.
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Zwei Jahre später wurde erstmals ein Narrenbaum aufgestellt und das Dorf mit Girlanden geschmückt. 1975 besuchte die Zunft den neu eingemeindeten Ortsteil Rötenberg, und siehe da, auch dort fiel der Fasnetsgedanke auf fruchtbaren Boden. Alles war bereit für die Feier zum 40-jährigen Bestehen, das groß gefeiert werden sollte.
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Das 40-jährige Bestehen der Zunft wurde im Jahr 1976 mit 26 Zünften, Kapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzügen gefeiert. Für diesen Anlass wurde auch erstmals Kontakt mit närrischen Freunden in der Schweiz aufgenommen. Ein Jahr später reichte Zunftmeister Rupert Fischer sei Amt an Norbert Hug weiter.
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1979 besuchte eine Abordnung der Narrenzunft den Karneval in der Ruhrgebietsmetropole Dortmund und wurde begeistert empfangen.
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Ein Jahr später wurde der Aichhalder Narrenmarsch im Südwestfunk gespielt und die Hexe erläutert. Im Herbst traf die Zunft ein unersetzlicher Verlust. Im Alter von 75 Jahren verstarb Narrenvater Eugen Gutekunst. 1981 wurde Bernhard Broghammer Zunftmeister und die Aichhalder traten als Gründungsmitglied der “Freien Narrenvereinigung Waldgau” bei.
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In Gefahr geriet die organisierte Fasnet in Aichhalden kurzzeitig im Jahr 1984. In der Hauptversammlung kam es zu Differenzen zwischen Narrenrat und Hexengildeausschuss, so dass beide Gremien zurücktraten. In einer außerordentlichen Versammlung konnten die Meinungsverschiedenheiten jedoch beigelegt werden.
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Im Jahr 1985 wurde der Austritt aus dem Narrenfreundschaftsring Schwarzwald-Baar-Heuberg beschlossen. Bernhard Broghammer wurde zum stellvertretenden Oberzunftmeister der “Freien Narrenvereinigung Waldgau” gewählt. Mit einem großen Narrentreffen wurde 1986 das 50. Jubiläum der Zunft gefeiert. Im selben Jahr verstarb die hoch verehrte Narrenmutter Elsa Gutekunst. Für seine großen Verdienste um die Fasnet erhielt Vize-Präsident Karl Moosmann 1987 die Landesehrennadel. Drei Jahre darauf wurde er feierlich zum Narrenvater ernannt.
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1988 nahm die Zunft am Narren-Empfang des Ministerpräsidenten in Bad Cannstadt teil. Nach 40 Jahren wurde 1993 der fast vergessene Aichhalder Hansel wieder zum Leben erweckt.
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Bei der Gründungsversammlung der “Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald” am 11. Mai 1994 im Gasthaus “Zur Neuen Brücke” tritt die Narrenzunft Aichhalden als Gründungsmitglied bei.
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Den 60. Geburtstag feiert die Narrenzunft mit 4500 Hästrägern und 1997 gab Bernhard Broghammer sein Amt an Harry Höni weiter und wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Aus den Händen Bürgermeisters Ekhard Sekinger erhielt er die Landesehrennadel. Höni gab 2001 sein Amt des Zunftpräsidenten an Bernhard Blaffert weiter, der dieses Amt bis heute ausübt. 2004 begann der Bau des Narrenstübles auf einem von der Gemeinde bereitgestellten Grundstück. Ein Jahr später war Richtfest und im Juni 2007 konnte der Treffpunkt eingeweiht werden. Pfarrer Klaus Alender erteilte dem Bauwerk den Segen.
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Seit 2006 begleitet Bernhard Blaffert das Amt des stellvertretenden Oberzunftmeisters der “Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald”, sein früherer Vize Walter Schwab ist bereits sei 1999 Säckelprüfer dieser Vereinigung.
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Jetzt schauen die Aichhalder Narren auf das große Fest zur Feier des 75. Jubiläums. Die Vorbereitungen seien nahezu abgeschlossen, so Bernhard Blaffert und Harry Höni.
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Die Spannung steigt, das Programm ist festgezurrt. Immerhin werden 4500 Narren als Gäste erwartet. Der Countdown läuft.
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Narrenfiguren bevölkern das Rathaus (Schwarzwälder Bote, 15.01.2011/11):
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Ausstellung zum Jubiläum der Aichhalder Zunft / Blick in die Vergangenheit weckt Erinnerungen
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AICHHALDEN (psh) - So mancher Besucher des Aichhalder Rathauses reibt sich derzeit verwundert die Augen. Bunte Gestalten bevölkern Foyer, Treppenhaus und den oberen Stock.
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Aber der zweite Blick macht klar: die ungewöhnliche Versammlung muss mit dem Jubiläum der Aichhalder Narrenzunft zu tun haben.
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In der Tat, die bunten bis schaurigen Gestalten sind quasi Botschafter, die die Vielfalt der beiden Freien Narrenvereinigungen Waldgau und Mittlerer Schwarzwald zeigen, in denen die Narrenzunft Aichhalden Mitglied ist. Viele bekannte Gestalten schauen den Betrachter mal sympathisch, mal streng ins Gesicht. “Vertreter” haben beispielsweise die beiden Eschbronner Zünfte geschickt, die gehörnten Hagen-Henker aus Beffendorf stehen auf der Treppe Spalier. Ebenso empfangen Hansel und Kaffeedohle vom Sulgen die interessierten Besucher.
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So manche der Gestalten scheint im Rathaus zu tun zu haben, denn vor dem Bürgerbüro hat sich ein Hecke-Pfiefer hingesetzt, und fast sieht es aus, als würde er warten, bis er an der Reihe ist. Hoffentlich vor den Bettenhausener Schnecke, die direkt neben ihm steht und augendscheinlich ebenso einen Termin hat. Aber die Ausstellung besteht nicht nur aus Narrenfiguren, an Stellwänden kann man in die Vergangenheit der Jubiläumszunft schauen. Fotos wecken viele Erinnerungen an die wechselvolle Geschichte der Aichhalder Narren, standesgemäß bewacht von einem “Hoorigen Hund” aus dem Sulzbach. Aber noch viele andere Kleidle zeigen, wie lebendig die Fasnet in der Region ist und machen Appetit auf die Hochfesttage.
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Die Rathausmitarbeiter nehmen die ungewöhnliche Gesellschaft jedenfalls mit Humor. “Am Anfang war es schon ungewohnt”, lacht Angelika Seckinger, “aber jetzt freut man sich”. Und Hauptamtsleiter Peter Schumacher sorgt sogar fürs Foto für die richtige Beleuchtung. Immerhin, es sieht so aus, als hätten die Narren schon weit vor dem Schmotzigen die Macht im Rathaus an sich gerissen. Das Jubiläum machts möglich.
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Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses und zusätzlich an den Sonntagen 23. Januar, 6. und 20. Februar sowie am 6. März jeweils von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.
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